Vielleicht hast du schon mal von der Gründonnerstagssuppe gehört?

Einer alten Tradition, bei der im Frühling aus neun frischen Wildkräutern eine einfache, grüne Suppe gekocht wurde. Früher war das für viele der erste frische Gruß aus der Natur nach einem langen Winter. Meine Oma hat sie noch gemacht – mit dem, was der Garten und der Wegesrand gerade hergaben.

Ich habe mir diese Tradition dieses Jahr zurückgeholt. Denn diese Frühlingssuppe galt als echte Kraftsuppe – sie sollte den Körper nach dem Winter stärken, das Blut reinigen und den Geist erfrischen.

Heute ist sie aktueller denn je: vollgepackt mit sekundären Pflanzenstoffenbitteren Vitalstoffen und Chlorophyll, die uns helfen, mehr Fokus, Energie und Vitalität zu spüren.

Was diese Suppe so besonders macht

  • Du kannst alle Kräuter selber sammeln

  • Sie hilft dem Körper, nach dem Winter "aufzuräumen"

  • Sie stärkt Leber und Verdauung

  • Sie liefert Mineralstoffe, Bitterstoffe, Chlorophyll – alles, was uns oft fehlt

  • Und: sie ist schnell gemacht und unglaublich aromatisch

Die neun Wildkräuter – kleine Kraftpakete

Du musst nicht alle finden. Drei bis fünf reichen völlig. Aber wenn du neugierig bist – das sind die klassischen neun und ihre gesundheitsfördernde Wirkung:

  • Brennnessel – eisenreich, stoffwechselanregend

  • Giersch – basisch, gut für Gelenke

  • Gundermann – bei Schnupfen & Co., super aromatisch

  • Schafgarbe – harmonisiert den Zyklus

  • Sauerampfer – bringt Frische, entgiftet

  • Bärlauch – stärkt die Immunabwehr

  • Spitzwegerich – gut bei Reizhusten (auch super bei Insektenstichen/Wunden, einfach Blatt zerdrücken und auf die Stelle)

  • Löwenzahn – aktiviert Leber & Galle

  • Pimpinelle – reinigt das Blut und vertreibt Frühjahrsmüdigkeit, feiner Geschmack

Ich war gestern mit den Kindern sammeln – und ja, man muss ein bisschen genauer hinschauen, aber mit einer kleinen Pflanzen-App oder einem Buch geht das ganz gut. Und es ist jedes Mal wie eine kleine Schatzsuche. 🌱

P.S.: Du kannst dich auch einfach auf die Kräuter konzentrieren, die du in deinem direkten Umfeld findest. Brennessel, Löwenzahn und Gänseblümchen wachsen ja fast überall..

Wer sich alleine nicht traut: Wildkräutersammlungen in eurer Umgebung googeln. Im Frühjahr gibt es meistens ein super Angebot!

Wolf Dieter Storl bietet auch einen online Ganzjahreskurs an, den ich sehr empfehlen kann (Anmeldung noch möglich bis 30.4.).

Mein einfaches Rezept:

Kartoffeln, Lauch, Zwiebel anbraten, mit Gemüsebrühe aufgießen, weich kochen. Zum Schluss die fein gehackten Kräuter nur ganz kurz mitköcheln oder roh einmixen – das bewahrt die Inhaltsstoffe. Wer mag, gibt noch einen Schuss Sahne dazu. Wer mag kann noch mit Gänseblümchen und Kürbiskernöl verzieren. Das Öl hilft dabei, viele Wirkstoffe aus den Kräutern besser aufzunehmen. Fertig.

Kinder-Edition: So wird’s milder

Für kleine Esser lieber mildere Kräuter wie GierschSpitzwegerichPimpinelle und Sauerampfer verwenden.
Weniger Löwenzahn, keine Schafgarbe – die schmecken oft zu bitter.

Dazu mehr Möhre oder Süßkartoffel, fein gewürfelt mitkochen.
Zum Schluss mit etwas Sahne oder Kokosmilch cremig rühren.

Vielleicht wird das auch ein Frühlingsritual für dich? Gründonnerstags gibt es immer eine grüne Suppe mit selbst gesammelten Kräutern aus deiner Umgebung.

Wir werden jetzt einmal im Monat einen grünen Suppentag einführen – denn eins ist sicher: Den Kids schmeckt es doppelt so gut, wenn sie die Zutaten selbst gepflückt haben und sie lernen dabei die heimischen Kräuter.

Ich freue mich, wenn du mir schreibst, wie deine Version schmeckt oder was du gesammelt hast.

Frohe Ostern 🐰🐣🌸,

deine Lisa-Marlen

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